Nach einem guten Essen ist man bereit, jedem zu verzeihen – selbst den eigenen Verwandten.
Machen Sie sich eine Gaumenfreude!
– Oscar Wilde –
Wann ist ein Essen einfach nur ein Essen – und wann ein echter Genuss? Diese Frage beantwortet wohl jeder für sich ein wenig anders. Sicher ist jedoch: Es muss schmecken.
Alles, was dazu bei guten Nudeln beiträgt, sowie Anregungen für besonders leckere Pastagerichte finden Sie hier. Schauen Sie doch einmal rein, lassen Sie sich inspirieren – und vor allem: Genießen Sie es.
So gelingt die perfekte Nudel
Als Spezialisten für gute Nudeln können wir natürlich auch einiges über ihre Zubereitung erzählen.
Fest steht: Die richtige Kochzeit ist bei weitem nicht das Einzige, auf das man bei seiner Pasta achten sollte. Was sonst noch alles zählt, verraten wir Ihnen mit den folgenden Tipps. Sie sind die kleinen Geheimnisse, die das Kochen leichter und für den Genuss den entscheidenden Unterschied machen.
Nudeln mögen es weder eng noch sparsam. Spendieren Sie ihnen darum einen großen Topf, und rechnen Sie mit mindestens 1 Liter Wasser pro 100 g Nudeln. So haben die Nudeln genug Platz und Wasser, um unbedrängt voneinander gleichmäßig zu garen.
Ungesalzenes Wasser lässt sich schneller zum Kochen bringen, weil es einen niedrigeren Siedepunkt hat. Kocht das Wasser sprudelnd, lautet die Faustregel 10 g Salz pro Liter Wasser. Wichtig: Erst wenn ausreichend gesalzen ist, dürfen die Nudeln ins Wasser.
Wer während des Kochens hin und wieder umrührt, vermeidet, dass die Pasta verklebt. Nudelnester sollte man vorm ersten Rühren soviel Zeit geben, dass sie sich auflösen bzw. verteilen können. Ist zusätzlich genügend Platz im Topf, sorgt das sprudelnde Wasser für genug Bewegung, damit keine Nudel an der anderen haftet.
Öl sollte weder beim noch nach dem Kochen verwendet werden. Während des Kochens kann es kein Verkleben verhindern, weil es sich gar nicht erst mit Kochwasser mischt bzw. die Nudeln nicht erreicht, und nach dem Abgießen erzeugt es auf jeder Nudel einen Ölfilm, der jede noch so gute Sauce einfach abperlen lässt.
Schrecken Sie Nudeln nach dem Kochen niemals mit kaltem Wasser ab. So vermeiden Sie, dass die Wärme aus ihnen herausgespült wird und sie kalt auf dem Teller landen. Weit schlimmer: Wasser wäscht die Stärke von den Nudeln, die dafür sorgt, dass Sauce an ihnen haften kann. Genuss wird damit gleich doppelt verhindert.
Bei der Garzeit können Sie sich an der Packungsempfehlung orientieren. Gehen Sie aber nicht nur nach der Uhr, sondern auch nach ihrem persönlichen Gefühl: Eine Bissprobe hilft, den perfekten Gargrad zu finden.
Die Hitze in Nudeln, die gerade frisch aus dem Kochwasser kommen, lässt sie weitergaren. Sollen die Nudeln erst längere Zeit nach dem Kochen gegessen werden (z.B. bei Nudelsalat), dürfen sie darum in kochheißem Zustand nicht abgedeckt werden. Stattdessen mit etwas Butter durchrühren und offen abkühlen lassen. Das selbstständige Nachgaren kalkulieren Sie vorher mit ca. einer Minute weniger Kochzeit im Wasser ein.
Das kleine Zabler Nudelwissen
Die Nudel stammt aus Italien
oder doch nicht?
Wir erzählen’s Ihnen und plaudern ein wenig aus dem Nudel-Nähkästchen.
Hinter jeder Nudel, die jeden Tag in jedem Land dieser Welt gegessen wird, steckt vor allem eines: die Liebe zu einem der vielfältigsten Nahrungsmittel überhaupt. Aber es gibt noch viel mehr zu entdecken – und einige der interessantesten und überraschendsten Fakten haben wir hier für Sie zusammengetragen.
Auf diese Frage könnten Genießer in mehreren Ländern der Erde „Hier!“ antworten – und würden nicht lügen. Der bisher älteste Hinweis auf Nudeln fand sich zwar in einem etwa 4.000 Jahre alten Topf, der in China ausgegraben wurde. Man geht heute aber davon aus, dass Pasta in verschiedenen Spielarten unabhängig voneinander an mehreren Orten der Welt entstand. Übrigens: Das praktische Verfahren, frische Pasta zu trocknen, stammt aus Arabien. Dort wurde es um das 12. Jahrhundert herum erstmals angewendet, um die verderbliche, frische Ware als Reiseproviant mitnehmen zu können.
Weltweit sind rund 600 Nudel-Sorten bekannt. Allein in Italien sind es ca. 200 – da aber unzählige Sorten nach nicht veröffentlichten Familienrezepten gefertigt werden, lässt sich eine genaue Zahl nicht festlegen. Genießer in Deutschland können sich immerhin zwischen rund 60 Sorten entscheiden.
Gute Nudeln vergrößern beim Kochen ihr Volumen bzw. Gewicht – und zwar deutlich: Aus 100 Gramm getrockneten Nudeln wird über die Dauer der Garzeit in sprudelndem leicht gesalzenem Wasser gekochte Pasta von ca. 300 Gramm Gewicht.
Ganze 8 kg Nudeln lässt sich jeder Deutsche pro Jahr schmecken. In den letzten 20 Jahren hat der Verbrauch damit konstant zugenommen. Bis zum Spitzenreiter Italien liegt aber noch ein großer Abstand: Dort sind es 25 kg pro Jahr. Übrigens: Auf den Plätzen zwei und drei folgen international ein südamerikanisches Land (Venezuela) und ein afrikanisches (Tunesien).
Auch wenn die Namen von Nudeln vor allem nach viel Fantasie klingen, liefern sie bereits konkrete Infos zur Beschaffenheit mit. So hat Pasta, die auf „ette“ endet, eine schmale Form, während „oni“ auf dick deutet, „ini“ oder „ine“ auf dünn, „elle“ auf breit und „rigate“ auf geriffelt.